UKE-Blutspenderaum eröffnet auf Uni-Campus

„Junge Menschen sind grundsätzlich bereit, Blut zu spenden. Das sehen wir in der Blutspende auf dem UKE-Gelände. Fast zwei Drittel der Medizinstudierenden spenden Blut. Mit der Außenstelle an der Universität gehen wir auf weitere junge Spender zu und kommen ihnen – im wahrsten Sinne des Wortes – entgegen“, sagt Dr. Sven Peine, Leiter der Instituts für Transfusionsmedizin des UKE.

Das UKE ist ständig auf der Suche nach neuen Blutspenderinnen und Blutspendern. Denn neue Spender werden dringend benötigt. Das gespendete Blut wird für Operationen, die Notfallbehandlung nach Unfällen und zur Behandlung chronischer Krankheiten gebraucht. „Jedes Jahr verabreichen wir im UKE im Durchschnitt 35.000 Bluttransfusionen, gleichzeitig gewinnen wir aber nur rund 24.000 Blutspenden jährlich. Viele Menschen verlassen sich darauf, dass in der Klinik genug Blutreserven vorhanden sind. Das ist aber nur der Fall, wenn es genug Spenden gibt“, sagt Dr. Peine. Verschärft werde das Problem durch den demographischen Wandel. Pro Jahr gehen den Blutspendediensten in Deutschland aus Alters-, Krankheitsgründen oder Wohnortwechsel ein bis fünf Prozent ihrer Spender verloren; am UKE waren es im letzten Jahr knapp drei Prozent. Durch die neue Einrichtung erhofft sich das Team der UKE-Blutspende 50 bis 80 zusätzliche Spender pro Woche.

Wer kann Blut spenden?

Im Vordergrund stehen bei der ersten Blutspende ein ausführliches Gespräch und eine körperliche Untersuchung, um den Gesundheitszustand der Spenderinnen und Spender einzuschätzen. Ob jemand überhaupt genug rote Blutkörperchen mitbringt und als Spender in Frage kommt, untersuchen die Mitarbeiter der Blutspende mithilfe eines Schnelltests. „Wenn jemand nicht genug roten Blutfarbstoff hat, nehmen wir ihm selbstverständlich kein Blut ab“, sagt Dr. Peine. Darüber hinaus werden die Blutspenden bei jeder Spende auf Erkrankungen wie z.B. Hepatitis und HIV getestet.

Grundsätzlich kommt als Blutspender jeder Gesunde im Alter zwischen 18 und 68 Jahren in Frage. Frauen können alle zwölf Wochen, Männer sogar alle acht Wochen zum Blutspenden gehen. Wer selbst Medikamente einnehmen muss, in den letzten Wochen nicht gesund war oder gerade erst von einer Fernreise zurückgekehrt ist, sollte sich vor dem Spenden mit dem Blutspendedienst in Verbindung setzen. Manchmal braucht es eine Karenzzeit, bis eine Blutspende wieder möglich ist.

Die lebensrettende Blutspende selbst dauert nur etwa zehn Minuten. Regelmäßige Blutspender, deren Daten bereits vorliegen, sollten inklusive dem Ausfüllen der Fragebögen und der Liegezeit nach der Blutabnahme rund 30 Minuten einplanen, Erstspender etwas länger. Der Verlust eines knappen halben Liters Blut wird in der Regel gut vertragen und die Spender sind schon kurz nach der Spende wieder voll belastbar. „Man könnte auch gleich nach der Blutspende eine Klausur schreiben. Wir empfehlen unseren Spendern aber, möglichst entspannt, mit einer kleinen Mahlzeit im Bauch und ohne Zeitdruck zu uns zu kommen“, sagt Dr. Peine.

Geben und nehmen: Gutscheine für die Spender

Jeder Spender am Uni-Campus erhält einen Mensagutschein im Wert von 4,50 Euro und nach der zweiten Spende einen Gutschein über 15 Euro, der bei rund 450 Unternehmen eingelöst werden kann. Das Lebensretterarmband, das man mit der ersten Spende erhält, ermöglicht darüber hinaus noch tolle Vergünstigungen (u.a. im Abaton Kino). Unter allen „Lebensrettern“, die in der Uni Blut gespendet haben, werden zudem jeweils fünf mal zwei Festival-Camping-Tickets für das „Hurricane Festival“ und „A Summer‘s Tale Festival“ verlost.

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