Kaffee ohne schlechtes Gewissen

„Kaffee, das kann man so sagen, hat für die Gesundheit mehr Vor- als Nachteile“, sagt Prof. Martin Scherer, Direktor des Instituts und der Poliklinik für Allgemeinmedizin im Hamburger
Uniklinikum Eppendorf. Das in Kaffee enthaltene Koffein gehört zu den wenigen Substanzen, die über das Blut ins Gehirn gelangen können. Dort hemmt es das Hormon Adenosin, das den Körper auf Dunkelheit einstellt. Man könnte sagen: Koffein knipst das Licht an. Daneben enthält Kaffee mehr als 1000 weitere Stoffe, die im Körper aktiv werden. Antioxidantien etwa, die der Zerstörung von Zellen entgegenwirken. Sie scheinen die Leber zu schützen, erläutert Scherer. Außerdem entwickeln Menschen, die ein paar Tassen Kaffee am Tag trinken, seltener Prostatakrebs, Hautkrebs oder Leukämie. „Ob das allerdings am Kaffee selbst liegt oder ob diese Menschen auch gesünder leben, wissen wir nicht.“ In Maßen kann man Kaffee also ohne schlechtes Gewissen genießen. Schädlich ist er nur für sehr wenige Menschen. Dazu gehört, wer eine Neigung zu Knochenbrüchen hat oder eine Magenerkrankung. Schwangere in
den ersten beiden Trimestern sollten ebenfalls nicht allzu viel Kaffee trinken.

Quelle: Rhein-Zeitung Koblenz, 17. Februar 2018, S. 10

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