Mit der neuen Vorlesungsreihe möchte der Freundes- und Förderkreis des UKE e.V. herausragende Persönlichkeiten des UKE ehren, die Wissenschaft, Forschung und Lehre in besonderer Weise geprägt haben.
Den Auftakt bildete am 17. März Prof. Dr. Klaus Thomsen als Vertreter der Gynäkologie und Geburtshilfe. Prof. Thomsen studierte in Jena, Innsbruck und Hamburg und erhielt 1942 seine Approbation. Nach drei Jahren als Stabsarzt und einer kurzen Kriegsgefangenschaft begann er an der Frauenklinik des UKE seine Facharztausbildung, gefolgt von Promotion und Habilitation.
1960 folgte er einem Ruf an die Universitätsfrauenklinik in Mainz, ehe er 1965 nach Hamburg zurückkehrte, um als Ordinarius und Direktor die Universitätsfrauenklinik am UKE zu übernehmen. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte lagen in der Geburtshilfe insbesondere auf der Diagnostik und Therapie der Rhesusinkompatibilität, in der Gynäkologie auf der brusterhaltenden Therapie des Mammakarzinoms.
Besonders prägend war Prof. Thomsens visionäre Entscheidung, das Fachgebiet der Gynäkologie und Geburtshilfe nicht länger allein wissenschaftlich zu vertreten. Er etablierte in seiner Klinik eigenständige Abteilungen für Gynäko‑Histopathologie, Radiologie und Strahlentherapie, Endokrinologie sowie Experimentelle Gynäkologie.
Mit dieser neuen Struktur legte er nach seiner Rückkehr an das UKE die Grundlage für bedeutende Fortschritte im gesamten Fach und prägte die Entwicklung der Frauenheilkunde für zwei Jahrzehnte nachhaltig. Im Anschluss an den Rückblick auf das Wirken von Prof. Thomsen gaben aktuelle Vorträge spannende Einblicke in die heutigen Entwicklungen:
Prof. Dr. B. Schmalfeldt, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Gynäkologie, beleuchtete aktuelle Fortschritte in der gynäkologischen Onkologie.
Prof. Dr. V. Müller, stellvertretender Direktor derselben Klinik, stellte neue Ansätze zur weiteren Deeskalation der Mammakarzinom‑Therapie vor.
Prof. Dr. S. Verlohren, Direktor der Klinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin, präsentierte wegweisende Erkenntnisse zur Diagnostik und Behandlung der Präeklampsie.
Die Verantwortlichen des Freundes- und Förderkreises des UKE e.V. haben sich über die große Teilnehmerzahl, inklusive aktueller Studierender und vor allem ehemaliger Kolleginnen und Kollegen sehr gefreut. Es ist beabsichtigt, auch in Zukunft besondere Persönlichkeiten mit einer Gedächtnisvorlesung zu ehren und an sie zu erinnern.
Bild v.l.n.r.: Prof. Dr. Bernd Hüneke, Prof. Dr. Stefan Verlohren, Prof. Dr. Barbara Schmalfeldt, Prof. Dr. Volkmar Müller, Prof. Dr. Martin Carstensen
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