Werner Otto Preis 2019

Der Werner Otto Preis 2019 geht an zwei Mediziner des UKE: Der Neurobiologe Dr. Benjamin Schattling und der angehende Urologe Dr. Malte Vetterlein vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf erhalten den Preis der Werner Otto Stiftung zur Förderung der medizinischen Forschung 2019.
Der Preis der Werner Otto Stiftung zur Förderung der medizinischen Forschung 2019 wird dem Neurobiologen Dr. Benjamin Schattling und dem angehenden Urologen Dr. Malte Vetterlein vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) verliehen. Die Wissenschaftler erhalten die Ehrung für ihre herausragenden medizinischen Ergebnisse in der Grundlagenforschung sowie in der Klinischen Forschung. Diese können in Zukunft unter anderem zur Entwicklung neuer Therapieformen bei Multipler Sklerose (MS) sowie zu einer verbesserten Versorgung von Patienten mit Harnröhrenerkrankungen beitragen, teilte die Stiftung am Dienstag in Hamburg mit.

Grundlagenforschung im Bereich Multiple Sklerose

Die Grundlagenforschung von Dr. Benjamin Schattling befasst sich mit der Analyse neurobiologischer Mechanismen bei chronischen Entzündungen des zentralen Nervensystems sowie der Frage, wie es zum Untergang der Nervenzellen bei MS kommt und wie dieser verhindert werden kann. In seinen Studien beschreibt Dr. Schattling das therapeutische Potenzial der Inhibition zweier Ionenkanäle sowie den Schutz von Nervenzellen vor Sauerstoffradikalen mittels eines Olivenextrakts. Zudem konnte die protektive Wirkung eines pharmakologischen Mittels im Labor nachgewiesen werden, welches die zelluläre Proteinabbau-Maschinerie, das sogenannte Proteasom, aktiviert und dadurch giftige Proteinansammlungen abbaut.

Klinische Forschung im Bereich urologische Versorgung

Klinische Forschung im Bereich der Versorgung von Patienten bei Harnröhreneingriffen betrieb Dr. Malte Vetterlein. In seinem Forschungsprojekt mit dem Titel „Strukturierte Optimierung perioperativer Algorithmen, Risikostratifizierung und patientenzentrierter Ergebnisse der offenen Harnröhrenrekonstruktion“ leistete er einen integralen Beitrag zur Verbesserung der Patientenversorgung in der Klinik und Poliklinik für Urologie durch das wissenschaftliche Aufarbeiten institutioneller Versorgungspfade und Etablieren klinischer Standards.

Die zum Forschungsprojekt gehörenden Studien basieren auf einer eigens erstellten Datenbank von über 1000 männlichen Patienten, die im Zeitraum 2009 bis 2016 einer bestimmten Form der Harnröhrenrekonstruktion, der sogenannten einseitigen Substitutions-Urethroplastik, unterzogen wurden, bei der körpereigenes Gewebe aus der Mundschleimhaut zum Einsatz kommt. Die Daten lieferten neue Einblicke in die Ursachen, die Behandlungsmöglichkeiten sowie den Therapieverlauf nach der chirurgischen Versorgung der Harnröhrenverengung. Eine Reihe von Empfehlungen rund um den Harnröhreneingriff konnte abgeleitet werden. Basierend auf ersten Zwischenergebnissen aus einem Teilprojekt der Arbeit kann etwa der Einsatz von Antibiotika zukünftig möglicherweise zugunsten eines sinnvollen Antibiotic Stewardships eingeschränkt werden.

Der Werner Otto Preis

Der Preis der Werner Otto Stiftung zur Förderung der medizinischen Forschung wird alle zwei Jahre für hervorragende wissenschaftliche Leistungen in der Grundlagenforschung und in der Klinischen Forschung an in Hamburg tätige Wissenschaftler und Ärzte verliehen. Die beiden Preisträger erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 8000 Euro.

Quelle: https://www.kma-online.de/aktuelles/medizin/detail/werner-otto-preis-2019-geht-an-zwei-mediziner-des-uke-a-42392

Bild: Peggy_Marco/pixabay.com

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